Satellitenausstellung zum Kunstprojekt Strich-Code | Franz Betz, Ulrike Enders, Dagmar Schmidt, Kerstin Schulz | Schinkel & Sehl 23.06.2012 11:00

Mit der Satellitenausstellung zum Schwarmkunstprojekt Strich-Code schafft die Galerie Schinkel & Sehl vom 23.06. bis 28.07. 2012 Einblicke in das Arbeitsspektrum der vier Künstler.
Kerstin Schulz ist mit kleinen und großen Bleistiftobjekten sowie neuen Arbeiten aus überquellenden Farbtuben vertreten. Mit ihren gigantischen Bleistiftskulpturen markiert Schulz eindrucksvoll den Prozess der Umdeutung vom Zeicheninstrument zum künstlerischen Material. In ihren Farbtubenobjekten widersprechen oder ergänzen sich Farbe und Form in ihrem Werk nicht, sondern sie verschmelzen zu einer Einheit.
Ulrike Enders präsentiert aktuelle Skulpturen mit der Fragestellung: Wie weit kann man reduzieren ohne Individualität zu verlieren? Nicht das Besondere sondern das Alltägliche rückt in den Mittelpunkt und zwingt den Betrachter zu genauem Hinschauen. Ulrike Enders zahlreiche Skulpturen im öffentlichen Raum sind Ausdruck dessen.
Die Kunst am Bau Preisträgerin Dagmar Schmidt zeigt Fotoarbeiten aus der Serie Küchenstücke, die einen anderen Blick in den Küchenschrank zulassen. Darüber hinaus wird Die vorbeiziehende Landschaft Spaniens, in regelmäßigen Zeitabständen mit feststehendem Ausschnitt aufgenommen zu einem knappen Zustandsprotokoll des Reisens. Themen der systematischen Erforschung und Bewahrung von menschlichen Lebenswelten ziehen sich kontinuierlich durch Dagmar Schmidts Werk.
Der Lichtbildhauer Franz Betz demonstriert seine Schaffensvielfalt anhand von Skulpturenbaukästen, Computergrafiken und Lichtskulpturen. Aus der Serie “alphaworld”, die unter dem Eindruck der gewaltigen Vulkanausbrüche u.a. auf Island und in Erinnerung an Pompeji entstand, ist eine virtuellen Stadt kreiert worden – umgesetzt mittels architektonisch anmutenden Computergrafiken.
Als Auftakt zum Schwarmkunstprojekt “Strich-Code” bietet die Galerie den Besuchern am Tag der Ausstellungseröffnung zudem eine besondere Mitmach-Aktion. Ausgerüstet mit Etikettier-Maschinen dürfen die Besucher ab 11:00 Uhr ein Objekt mit neonfarbigen Sonderpreisetiketten bekleben. Im Anschluss wird das beklebte Kunstobjekt ins Historische Museum transportiert und ist dort bis zum 07. Oktober in der Ausstellung zum Schwarmkunstprojekt Strich-Code zu sehen sein.